Band
1/2: Hessen II, Regierungsbezirke Giessen und Kassel.
Dieser Band
dokumentiert:
Orte des Widerstandes in den industriellen Zentren und auf dem flachen
Land.
Gruppen und Personen des Widerstandes aus der
Arbeiterbewegungen, aus
den Reihen der Kirche und der
Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, aus dem
Bürgertum
und dem Militär.
Erinnert wird an viele einzelne
Menschen, die sich der
NS-Ideologie
nicht beugten.
Stätten des NZ-Terrors: SA-Folterstätten und Gestapoquartiere,
Gefängnisse und Zuchthäuser u.a. in Marburg, Giessen, Kassel,
Schwalmstadt-Ziegenhain, Wabern,
das KZ-Lager
und "Arbeitserziehungslager" der Gestapo Kassel in Breitenau
bei Guxhagen und in Affoldern am Edersee, der Gestapo Frankfurt in Freienseen
und Ettinghausen.
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Stationen der Verfolgung der jüdischen Menschen und der Sinti und Roma
bis zu ihrer Deportationen in die Vernichtungslager.
Stationen der Ausgrenzung und schließlichen Ermordung behinderter
Menschen am Beispiel der Anstalten Hephata, Haina, Merxhausen, Herborn,
Giessen und der "Euthanasie"-Mordanstalt Hadamar.
Orte der Zwangssterilisationen und der Verfolgung von obdach- und
arbeitslosen Menschen, im NS-Jargon "Asoziale" genannt, u.a. in
Fulda und im "Arbeitshaus" Breitenau.
Militarisierung der Region am Beispiel der Rüstungsschmiede Kassel,
der Munitionsfabriken in Stadtallendorf und Hessisch Lichtenau, der
unterirdischen Verlagerung von Rüstungsbetrieben in Nordhessen sowie der
Rolle der Organisation Todt.
Orte der Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen und zur Zwangsarbeit
verschleppten ausländischen Männern, Frauen und Kindern: das
Sterbelager Pfaffenwald bei Bad Herzfeld und die Stalags in Limburg und
Schwalmstadt-Truzthain.
Gräber als stumme Zeugen auf fast allen
Gemeindefriedhöfen: die großen Kriegsgräberfriedhöfe in Kloster Arnsburg bei Lich, Breuna,
Merxhausen-Sand, Ulrichstein und anderen Orten.
Eine schon beinahe verwischte Spur: Gräber von Kleinkindern aus
Osteuropa z.B. in Hofgeismar und Espenau; Hinweise auf die sog. "Ausländerkinderpflegestätten
einfachster Art".
KZ-Außenkommandos in Arolsen, Giessen, Hessisch Lichtenau, Kassel und
Stadtallendorf; die Stationen der "rollenden KZs" der
SS-Baubrigaden in Großen-Buseck und Grünberg.
Morde in den letzten Kriegstagen u.a. am Fuldaberg bei Breitenau, in
Giessen und in Kassel-Wilhelmshöhe.
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